Mit einfachen Methoden die schönsten Stauden vermehren

Wer seine Stauden vermehren möchte, kann zwischen mehreren Methoden wählen. Der einfachste Weg der Vermehrung ist oft der beste.

Stauden vermehren sich in der Natur nicht nur durch Samen. Der kluge Gärtner lernt von der Natur und ihren Vermehrungsstrategien.

Stauden vermehren durch einfache Teilung

Die wohl einfachste Methoden der Staudenvermehrung ist die Teilung. Gerade wenn die Blühfreudigkeit nachgelassen hat und die Pflanze im Frühjahr eher von kümmerlichem Wuchs zeugt, sollte man diese Stauden teilen. Das Teilen der Stauden dient in erster Linie der Verjüngung der Pflanzen. Dennoch stellt die Teilung eine Möglichkeit der Staudenvermehrung dar. Gerade die Sommer- und Herbstblüher unter den Stauden lassen sich am besten im Frühjahr teilen. Stauden, die in der Mitte des Sommers bereits verblüht sind, können direkt nach der Blüte geteilt werden. Für die Teilung wird die Pflanze samt Wurzelstock ausgegraben, kranke oder abgestorbene Wurzelteile entfernt und dann die Staude in grössere Stücke geteilt. Dies geht bei manchen Stauden mit der Hand, bei robusteren Exemplaren kann jedoch mit einem scharfen Messer oder einem Spaten nachgeholfen werden. Nun werden die einzelnen Staudenteile an ihren vorgesehenen Platz gesetzt und das Pflanzloch wieder mit der ausgehobenen Erde aufgefüllt. Je nach Staudenart kann ein wenig Dünger dazu gegeben werden. Nach dem Einpflanzen muss noch ordentlich angegossen werden. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch verhindert vorzeitiges Verdunsten und dämmt das Aufkommen von Unkräutern ein.

Auch durch Stecklinge lassen sich zahlreiche Stauden vermehren

Wer im Frühsommer seine Stauden vermehren möchte, kann dies auch mit dieser alten Methode der Vermehrung versuchen. Stauden vermehren durch Stecklinge ist kinderleicht durchführbar. Die beste Zeit, um Stauden mit Hilfe von Stecklingen zu vermehren, ist von Ende Mai bis Ende August. Aber auch noch im Herbst lassen sich durch Stecklinge erfolgreich Stauden vermehren.
Zuerst wird jeweils ein etwa fingerlanges Stück eines nicht zu alten Triebes abgeschnitten. Die unteren Blätter werden entfernt, denn der untere Teil wird später in die Erde gesteckt und muss Wurzeln bilden. Dafür wird der Steckling in einem Mini-Gewächshaus in nährstoffarme Anzuchterde gesteckt, wobei der obere Teil mit den Blättern aus der Erde herausschaut. Nun werden die Stecklinge noch angegossen, um die Wurzelbildung zu fördern. Auch in der nächsten Zeit muss die Erde stets leicht feucht gehalten werden. Keinesfalls darf die Erde des Stecklings austrocknen. Allerdings muss das Mini-Gewächshaus, ob selbstgebaut oder gekauft, regelmässig vorsichtig gelüftet werden, damit sich aufgrund der Feuchtigkeit kein Schimmel bildet. Nach wenigen Wochen bildet sich das Wurzelwerk und die Pflanze kann an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden.

Auch über die Aussaat von Samen lassen sich Stauden vermehren

Nicht nur durch Teilung oder über Stecklinge lassen sich Stauden vermehren. Auch das Aussäen der Samen eigener Stauden ist eine Möglichkeit. Da viele Stauden sogenannte Kaltkeimer sind, benötigen sie jedoch einen Kältereiz, um keimen zu können. Der späte Winter bietet sich daher für das Aussäen vieler Staudearten an. Andere Staudearten können auch ab März ausgesät werden. Zwar können Stauden auch direkt ins Beet gesät werden, jedoch ist eine Voranzucht im Mini-Gewächshaus oft eher von Erfolg gekrönt. Für die Aussaat eignet sich auch hier am besten nährstoffarme Anzuchterde. Die Samen werden, je nachdem ob Dunkel- oder Lichtkeimer, mehr oder weniger tief in die Erde gesteckt. Dunkelkeimer kommen etwas tiefer in die Erde als Lichtkeimer. Nun muss die Erde noch befeuchtet und in der nächsten Zeit auch feucht gehalten werden. Dann wird das Mini-Gewächshaus an einen warmen Ort gestellt, es sei denn, es handelt sich um einen Kaltkeimer. Sind die ersten Keimblätter erschienen, wird pikiert und sind die Staudenpflänzchen gross genug, können sie nach draussen gesetzt werden.

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