Welche Pflegemassnahmen Stauden im Sommer wirklich benötigen

Stauden kommen alljährlich wieder und machen daher nicht so viel Arbeit wie Pflanzen, die jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen.

Da die meisten Stauden im Sommer und Winter gleichermassen pflegeleicht sind, gehören sie zu den beliebtesten Gartenpflanzen.

Das richtige Giessen der Stauden im Sommer

Vorzugsweise sollten die Stauden im Sommer eher am frühen Morgen und nur um die Staude herum gegossen werden. Das Giessen in der heissen Mittagssonne hingegen kann einen Kälteschock auslösen, da die Pflanze den Kontrast zwischen der Mittagshitze und dem kalten Wasser nicht gut verkraftet. Wenn in der Mittagshitze beim Giessen Wasser auf die Staudenblätter kommt, können diese ausserdem tatsächlich einen Sonnenbrand erleiden. Denn im Wassertropfen bündelt sich das Licht und konzentriert sich so auf einen Punkt, was zu Schäden am Blattwerk führen kann.
Auch am Abend ist es oftmals noch sehr heiss, ausserdem ist das vom Tau bedeckte Erdreich am frühen Morgen noch durchlässiger. So kann das Giesswasser tiefer in den Boden eindringen und bis zu den Staudenwurzeln gelangen. Hierbei spielt aber die richtige Wassermenge ebenfalls eine Rolle. Denn nur bei ausreichender Menge gelangt das Wasser in die tieferen Erdschichten. Wird jedoch öfter, aber jedes Mal nur geringe Mengen gegossen, verdunstet das Wasser in den oberen Schichten, die unteren Wurzeln gehen leer aus und die Pflanze verdurstet trotz häufigen Giessens.

Kurzlebige Stauden im Sommer teilen

Stauden im Sommer zu teilen macht besonders bei kurzlebigen Stauden Sinn, die schon ab Mitte Juni zu welken anfangen. Diese zu teilen, kommt bei den meisten Stauden einem Verjüngungsprozess gleich und fördert den Austrieb und die Blühfreudigkeit.
Ein weiterer Vorteil der Teilung ist, dass der Gartenfreund auf diese Weise bei jeder Teilung der Stauden im Sommer neue Pflanzen für den eigenen Garten dazugewinnt. Wer die Teilung der Stauden im Sommer nicht vornehmen mag oder Stauden hat, die eher im Sommer und im Herbst blühen, kann dafür auch das Frühjahr als Zeitpunkt für die Teilung wählen.
Für die Teilung der Stauden im Sommer wird der Wurzelballen ausgestochen und kranke oder abgestorbene Wurzelteile entfernt. Dann muss der Ballen in zwei Teile geteilt werden. Das geht mit der Hand oder bei sehr grossen Stauden auch mit dem Spaten oder einem Messer.
Nun werden die Stauden an ihren jeweiligen Platz eingesetzt und kräftig angegossen. Alle drei bis vier Jahre können Stauden im Sommer, Frühjahr oder Herbst geteilt und somit verjüngt und vermehrt werden.

Stauden im Sommer zurückschneiden fördert die Pflanzengesundheit

Jedes Jahr bilden Stauden unterirdische Knospen. Aus diesen wachsen im Frühjahr junge, krautige Triebe, die auch im Sommer zurückgeschnitten werden dürfen. Dieser sommerliche Rückschnitt kann eine zweite Blüte anregen und verhindert zusätzlich eine unerwünschte Selbstaussaat.
Bei den meisten Korbblütlern unter den Stauden können ausserdem die abgeblühten Stängel entfernt werden, was ebenfalls die Blütezeit verlängern kann.
Werden die Stauden nach der Blütezeit also nicht geteilt, schneidet der kluge Gärtner sie handbreit über dem Boden ab und nach etwa 6 bis 8 Wochen kommt es erneut zur Blüte.
Stauden, die nicht zu eng stehen und genügend Platz haben, um sich ausbreiten zu können, leiden auch nicht so oft an Pilzerkrankung wie zum Beispiel an Mehltau. Mulchen kann einer Infektion mit dem Mehltau-Pilz vorbeugen, da dadurch die Feuchtigkeit im Erdreich gespeichert wird und nicht so schnell verdunstet, was den Pilzbefall begünstigen würde.
Sollten einzelne Blätter doch einmal vom Echten Mehltau befallen sein, was im Spätsommer immer mal vorkommen kann, hilft ein Besprühen mit einem Frischmilch-Wassergemisch. In einem Verhältnis von 1:8 verdünnt, kann das Besprühen dieser Mischung sowohl verbeugend wirken als auch bereits vorhandenen Befall erfolgreich bekämpfen.

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