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Gießen im Sommer - Diese Pflege brauchen Ihre Lieblinge in der heißen Jahreszeit

Beim Gießen im Sommer herrscht oft Unsicherheit. Das ist kein Wunder, denn jede Pflanze hat ihre eigenen Ansprüche.

In den immer heißer werdenden Sommern wird es immer mehr zum Thema: das Gießen im Sommer. Nahezu jeder hat dazu seine eigene Meinung und seine eigenen Methoden. Doch sind diese auch die richtigen? Und woran können Sie sich orientieren, wenn Sie Ihre sorgsam gepflegten Lieblinge im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse versorgen möchten? Wichtig beim Gießen im Sommer ist vor allem, die Pflanzen und Ihre Bedürfnisse zu kennen und zu erkennen.

Gießen im Sommer - Bei welchen Pflanzen ist das nötig?

Im Sommer bietet sich in vielen Gärten dasselbe Bild: Ein Sprinkler wässert im Rundumschlag alle Pflanzen, die er erreicht. Er macht beim Gießen im Sommer keinen Unterschied zwischen Rosen und dem mediterranen Kräutergarten, Katzenminzen und Hortensien. Dabei mögen nicht alle Pflanzen gleich viel Wasser. Während Rosen gar nicht genug Wasser bekommen können und Hortensien ihren Durst nach Wasser sogar in ihrem botanischen Namen "Hydrangea" tragen, mögen vor allem mediterrane Pflanzen, aber auch Geranien (Pelargonium) die Trockenheit und sie leiden unter zu viel Nässe. Zudem können Blüten und Blätter durch die unkontrollierte Wassergabe Schaden nehmen. Pilzkrankheiten haben auf feuchten Blättern leichtes Spiel und leuchtende Blüten werden zerschlagen und braun.

Gießen im Sommer ist also eine individuelle Sache. Jede Pflanzenart hat ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Sie sollten daher die Stauden und Gehölze in Ihrem Garten genau kennen. Spätestens wenn sie ihre Blätter hängen lassen, ist es Zeit, zu gießen. Eine wichtige Rolle beim Gießen im Sommer spielt auch der Boden. Ist Ihr Gartenboden eher sandig? Dann speichert er das Wasser nicht gut und Sie müssen Ihre Pflanzen öfter wässern. Lehmiger Boden und vor allem Tonboden speichern Wasser hervorragend und Sie müssen nicht so oft gießen.

Beim Thema "Rasen gießen im Sommer" scheiden sich die Geister. Die einen wünschen sich auch bei großer Hitze einen sattgrünen Rasen und sind bereit, dafür viel zu wässern. Andere verweisen auf den hohen Wasserverbrauch, der für das Grün nötig ist und darauf, dass der Rasen wieder schön austreibt, auch wenn er im Sommer braun geworden ist. Nach ihrer Meinung sollte man das Wasser nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Umweltschutzgründen sparen. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Vor allem ist die Entscheidung, ob der Rasen gewässert werden soll oder nicht, eine Entscheidung des persönlichen Geschmacks.

Gießen im Sommer - Wann und wie?

Genauso wie das Thema "Rasen gießen im Sommer", ist das Thema, wann und wie gegossen werden soll, ein Streitthema, das in manchen Kleingartenanlagen schon zum Glaubenskrieg ausgeartet sein soll. Doch hier gibt es klare Empfehlungen. Die beste Tageszeit ist in den frühen Morgenstunden, kurz vor Sonnenaufgang, also zwischen 03.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens. Dann ist es noch kühl genug und eventuell nass gewordene Blätter und Blüten können in der aufgehenden Morgensonne trocknen, ohne Schaden zu nehmen. Nun ist aber nicht jeder ein derart ambitionierter Frühaufsteher. Hier können Bewässerungssysteme mit Zeitschaltuhr helfen. Doch die Pflanzen können es durchaus ertragen, wenn sie in den Morgenstunden gegossen werden, je früher, desto besser. Nicht gegossen werden sollten sie in der Mittagssonne. Das Wasser wird viel zu schnell verdunsten und kann nicht weit genug in die Erde vordringen. Blüten und Blätter, die durch das Gießen im Sommer in der Mittagshitze nass werden, verbrennen. Auch die Abendstunden sind nicht ideal. In der Nacht bleibt es dadurch im Garten nass und kühl, was die Schnecken freut.

Auch den Rasen sollten Sie beim Gießen im Sommer in den frühen Morgenstunden wässern. Dabei gilt die Regel: "Lieber nicht so oft, aber gründlich", eine Regel, die für alle Pflanzen gilt. Stauden, Sträucher und Gräser müssen nicht jeden Tag gegossen werden. Sinnvoller ist es, sie alle paar Tage gründlich zu gießen, damit das Wasser auch in tiefere Schichten vordringen kann. Für den Rasen kann das bedeuten, dass Sie den Rasensprinkler eineinhalb Stunden laufen lassen können. Ein guter Trick ist es, ein Glas auf den Rasen zu stellen. Wenn das Glas eineinhalb bis zwei Zentimeter mit Wasser gefüllt ist, hat der Rasen genug Wasser bekommen.

Besondere Aufmerksamkeit beim Gießen im Sommer benötigen Pflanzen in Kübeln und Kästen. Gerade Blumenkästen müssen in der heißen Jahreszeit täglich gründlich gegossen werden. Bewährt beim Gießen im Sommer haben sich Bewässerungssysteme, die Sie aus einer Plastikflasche leicht selbst basteln können. Im Fachhandel gibt es aber auch eine Vielzahl von Helfern für das Gießen im Sommer. Das können einfache Tonfiguren sein, die Sie in Blumenkübel und -kästen stecken und mit Wasser füllen können. Der Ton gibt das Wasser dann nach und nach an die Pflanzen ab. Es werden aber auch komplexe Systeme angeboten, die sie über Ihren Computer programmieren können. Sie können spezielle Wasserschläuche mit kleinen Löchern an das System anschließen, das Ihre Pflanzen optimal versorgt.

Gießen im Sommer - Die besten Tipps

Gerade bei neu gepflanzten Bäumen und Sträuchern hat sich beim Gießen im Sommer ein Gießrand bewährt. Graben Sie um die Pflanze herum eine Mulde und häufen sie Erde an deren Rand auf. So können Sie verhindern, dass das Wasser wegläuft und es dahin gelangt, wo es hingehört: an die Wurzeln. Bei frisch gepflanzten Pflanzen ist das essentiell, da die Wurzeln noch nicht tief reichen und sie auf Ihre Hilfe angewiesen sind.

Mulchen mit Holzspänen ist nicht nur ein hervorragender Winterschutz auch beim Gießen im Sommer sind die Späne oder auch getrocknetes Gras eine ausgezeichnete Hilfe, denn sie halten die Erde feucht und verhindern, dass sie zu schnell austrocknet, wenn sie einmal Wasser aufgenommen hat. Dünger sollten Sie bei großer Hitze jedoch nicht ausbringen, denn Dünger neigt dazu, die Wasseraufnahme zu erschweren, was beim Gießen im Sommer nicht hilfreich ist.

Für das Gießen im Sommer sollten Sie nach Möglichkeit Regenwasser verwenden. Die meisten Pflanzen benötigen kalkarmes oder kalkfreies Wasser, das nicht zu kalt sein sollte. Im Fachhandel gibt es inzwischen eine reiche Auswahl an verschiedenen Regentonnen. Haben Sie nicht die Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln, sollten Sie das Wasser aus dem Hahn zumindest in Eimern und Kannen abstehen und sich aufwärmen lassen.

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