Formgehölze schneiden – Beeindruckend, aber gar nicht schwer

Formgehölze schneiden kann man leicht lernen und schnell beeindruckende Ergebnisse bei der Gartengestaltung erzielen.

Es müssen nicht immer kunstvolle Vögel oder andere Figuren sein, wie man sie aus Barockgärten kennt, auch Würfel oder Kugeln setzen besondere Akzente.

Formgehölze schneiden - Welche Pflanzen eignen sich zum Formschnitt?

Buchs ist der Klassiker unter den Formgehölzen. Langsam wachsend und mit kleinen Blättern ist er bestens geeignet, wenn man Formgehölze schneiden will. Ihre grosse Zeit war die Zeit des Barocks, als die prächtigen Gärten von Versailles, Schloss Peterhof, Schönbrunn und all die anderen Prachtbauten errichtet wurden. Unzählige ordentlich geschnittene Buchsbäume säumten die Beete und die Gartenwege und die Gärtner schufen kunstvolle Skulpturen. In der heutigen Zeit sind die Gärten nicht mehr ganz so ausladend, doch Buchsbäume sind für Hecken und Formschnitte nach wie vor die erste Wahl. Allerdings büsst das immergrüne Gehölz durch das Auftreten des Buchsbaumzünslers erheblich seine Beliebtheit ein. Gute Alternativen sind Liguster, Hainbuche, Ilex, Zypressen und Lebensbäume. Auch die Heckenmyrte lässt sich gut in Form bringen. Die heimische Eibe wirkt besonders schön als Solitär. Auch sie eignet sich für einen Formschnitt, doch hier ist Vorsicht geboten. Sie ist in allen Teilen giftig und manche Menschen reagieren mit Hautausschlag auf den austretenden Pflanzensaft, wenn sie Formgehölze schneiden. Das kann zu einem Problem werden, da sie mindestens zweimal im Jahr geschnitten werden müssen, damit sie in Form bleiben.

Formgehölze schneiden - Wie macht man das und wann ist die beste Zeit?

Formgehölze schneiden, das bedeutet zunächst nichts anderes, als eine Pflanze in eine Form zu bringen, in die sie nicht selbst gewachsen wäre. Dazu zählen der einfache Schnitt einer Hecke und der an einem Spalier gezogene Obstbaum genauso wie die kunstvoll geschnittene Skulptur aus dem Barockgarten. Hier soll der Fokus auf dem Ziergarten liegen. Im Frühjahr, vor dem Austrieb, sollte man zum ersten Mal im Jahr die Formgehölze schneiden. Dieser erste Schnitt darf kräftig sein, ein starker Rückschnitt vor dem Austrieb fördert das Wachstum. Das ist auch die Zeit, in der die Gehölze in Form gebracht werden können. Im Hausgarten werden das vermutlich neben der quadratischen Form der Hecke vor allem Kugeln, Würfel, Kegel und Spiralen sein. Schön sind auch in Form geschnittene Hochstämmchen. Wer sich an einer Skulptur versuchen möchte, kann mit Draht eine Schablone formen und sie über das Gehölz stülpen. Solche Schablonen gibt es auch vorgefertigt im Handel. Man muss nur noch an der Schablone entlang schneiden, um mit den Jahren ein Kunstwerk im Garten sein eigen nennen zu können. Im Mai oder Juni sollte noch einmal nachgeschnitten werden. Bei schneller wachsenden Gehölzen ist oft noch ein weiterer Schnitt im August nötig, um die Form zu erhalten. Bei diesen Erhaltungsschnitten im Sommer sollten aber nur überstehende Spitzen entfernt werden. Generell gilt: Je öfter geschnitten wird, desto dichter werden die Gehölze.

Formgehölze schneiden - Das richtige Werkzeug

Passionierte Gärtner schwören auf Handarbeit, wenn sie Formgehölze schneiden. Mit einer elektrischen Schere besteht immer die Gefahr, dass schnell zu viel abgeschnitten wird. Bewährt haben sich Scheren mit kurzer Klinge. Es ist zwar mühsam, wenn man jeden Zweig einzeln abschneiden muss, ermöglicht aber einen exakten Schnitt. Man sollte beim Schneiden des Formgehölzes immer nur die Spitze schneiden, immer einmal wieder einen Schritt zurücktreten, um das Gesamtbild zu betrachten und dann gegebenenfalls noch einmal nachschneiden. Das wichtigste, wenn man Formgehölze schneidet, ist aber, dass die Scheren und Messer richtig scharf sind. Nur so wird verhindert, dass die empfindlichen Zweige zu sehr gequetscht werden und Schaden nehmen. Um stumpfe Scheren zu vermeiden, sollte die Schere nach dem Schnitt gründlich gereinigt werden.

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