Was unterscheidet die Schirmform der Amelanchier lamarckii vom normalen Solitärwuchs?
Amelanchier lamarckii wächst von Natur aus aufrecht und mehrstämmig, mit Ästen, die sich in alle Richtungen entwickeln. Die Schirmform entsteht durch jahrelange gezielte Anzucht in der Baumschule: Die Äste werden waagerecht ausgerichtet, die Krone flach und schirmartig ausgebildet. Das Ergebnis ist ein Baum, dessen horizontale Kronenebene deutlich breiter als hoch ist und der eine besonders gleichmässige, dekorative Silhouette hat.
Diese Wuchsform bringt praktische Vorteile: Die flache Krone spendet auf einer grösseren Grundfläche Schatten als eine aufrechte Krone gleicher Höhe. Als Terrassengehölz, Überdachung eines Sitzplatzes oder Sichtschutz nach oben hin ist die Schirmform deshalb die überlegtere Wahl gegenüber dem frei aufgewachsenen Solitär.
Was Sie bei Bauer Baumschulen kaufen, ist das Ergebnis mehrjähriger, sorgfältiger Baumschularbeit. Aussergewöhnliche Unikatexemplare in Sondergrössen sind über die Bauer Collection anfragbar.
Für wen eignet sich die Kupfer-Felsenbirne in Schirmform?
✔ Terrassen und Sitzplätze, die einen natürlichen Schattenspender suchen
✔ Gärten, die einen freistehenden Gartenmittelpunkt mit Jahreszeiten-Farbprogramm suchen
✔ Grundstücke, auf denen Sichtschutz in die Höhe, nicht in die Breite, benötigt wird
✔ Grosse und mittelgrosse Gärten mit Platz für eine ausladende Krone
✘ Sehr kleine Gärten ohne Platz für eine breit ausladende Schirmkrone
✘ Standorte mit Staunässe oder stark verdichteten Böden
Das Farbprogramm der Schirmform im Jahresverlauf
April bis Mai: Der kupferorange Neuaustrieb und die weissen Blütentrauben erscheinen gleichzeitig. Bei der Schirmform ist dieser Effekt besonders eindrücklich, weil die flache Kronenfläche ihn wie ein Tableau präsentiert. Von unten betrachtet leuchten die Blüten gegen den Himmel und locken viele Bienen und Insekten an.
Juni: Die Früchte reifen: zunächst rot, dann dunkelblau bis schwarz, süsslich und vollständig essbar. Die Schirmkrone lässt Licht durch, was an heissen Sommertagen angenehmen Halbschatten unter dem Baum schafft.
Oktober: Die Blattfärbung wechselt zu einem kräftigen Orange bis Scharlachrot. Die horizontale Kronenebene wirkt in dieser Phase wie ein farbiges Dach über dem Garten.
Winter: Die mehrstämmige Grundstruktur und die waagerecht geführten Äste bleiben auch ohne Laub dekorativ und zeigen die handwerkliche Qualität der Baumschulanzucht.
Amelanchier lamarckii in Schirmform richtig pflanzen und pflegen
Standort: Sonnig bis halbschattig. Je mehr Sonne, desto intensiver die Herbstfärbung und desto reicher die Fruchtproduktion.
Boden: Durchlässig und humos. Als Flachwurzler mit dicht verzweigtem Wurzelsystem reagiert die Kupfer-Felsenbirne empfindlich auf Bodenverdichtung und Staunässe.
Pflanzabstand zur Bebauung: Die Schirmkrone kann langfristig 4 bis 8 m Breite erreichen. Bei der Planung des Standorts genug Freiraum auf allen Seiten einkalkulieren.
Pflanzzeit: Containerpflanzen ganzjährig, solange der Boden nicht gefroren ist und die Temperaturen unter 30 °C bleiben. Ballenpflanzen in der Vegetationsruhe von November bis April.
Giessen: Regelmässig im ersten Jahr. Danach kommt die Kupfer-Felsenbirne mit natürlichen Niederschlägen gut zurecht.
Dünger: In der Regel nicht nötig. Auf nährstoffarmen Böden einmalig im Frühjahr mit organischem Langzeitdünger.
Winterschutz: Nicht nötig. Winterhart bis -26 °C.
Schnitt: Was ist bei der Kupferfelsenbirne in Schirmform zu beachten?
Die Schirmform entwickelt sich nach der Pflanzung weitgehend selbstständig weiter. Korrekturen an der Krone sind möglich, aber nicht nötig. Wer einzelne Äste kürzen möchte, tut dies direkt nach der Blüte im Juni. Schnittwunden an stärkeren Ästen mit Wundverschlussmittel versorgen. Triebe, die steil nach oben wachsen und die horizontale Kronenebene durchbrechen, können entfernt werden, um die Schirmform zu erhalten.
Mehltau bei der Felsenbirne: was ist zu beachten?
In manchen Jahren und an bestimmten Standorten kann Amelanchier lamarckii von echtem Mehltau befallen werden. Der Befall zeigt sich als weisslicher, pudriger Belag auf den Blättern, vor allem in der zweiten Sommerhälfte. Die Pflanze stirbt davon nicht ab, das Bild ist aber weniger ansprechend.
Risikofaktoren sind trockene Böden mit wenig Luftzirkulation und sehr warme, trockene Sommer. Guter Standort, ausreichende Bodenfeuchtigkeit und ein luftiger Platz ohne enge Nachbarpflanzung reduzieren das Risiko spürbar. Im Hausgarten sind handelsübliche Mehltaumittel mit Zulassung für den Hausgartenbereich anwendbar.
Welche Amelanchier-Varianten gibt es bei Bauer Baumschulen?
→ Amelanchier lamarckii Solitär – frei aufgewachsener Einzelbaum, aufrecht mehrstämmig
→ Amelanchier lamarckii Hochstamm – auf einem klaren Stamm aufgezogen mit gleichmässiger Rundkrone
→ Amelanchier rotundifolia (Echte Felsenbirne) – einheimische Art, kompakter (2 bis 3 m), für trockene Kalkböden
Warum eine Kupfer-Felsenbirne in Schirmform von Bauer Baumschulen kaufen?
Die Bauer Baumschulen AG zieht ihre Pflanzen auf über zehn Hektar Produktionsfläche in Bottmingen und Möhlin selbst auf. Schirmformen erfordern mehrjährige, sorgfältige Anzucht. Amelanchier lamarckii ist in der Nordwestschweiz seit Generationen kultiviert und eingebürgert. Lokale Exemplare sind auf das hiesige Klima eingestellt und wachsen stabiler an als Importware.