Was macht die Kornelkirsche in der Schirmform besonders?
Cornus mas gehört zu den ältesten Nutzgehölzen Mitteleuropas. Archäologische Funde belegen, dass die Früchte schon in der Jungsteinzeit gesammelt wurden. Dass die Pflanze bis heute in Schweizer Gärten gepflanzt wird, ist kein Zufall: Sie verbindet ökologische Funktion, kulinarischen Nutzen und ästhetischen Wert in einem einzigen Gehölz.
Als Schirmform zeigt sie ihre beste Seite: Die breit ausladende, flache Krone auf einem klar ausgebildeten Stamm gibt dem Baum eine Eleganz, die sich von einem gewöhnlichen Strauch oder Solitär deutlich unterscheidet. Der Grossstrauch hat einen buschigen, aufrechten, breiten Wuchs. Bei einer Grösse von 7 m ist die Kornelkirsche etwa 6 m breit.
Im Februar und März, wenn der Garten noch kahl und grau ist, leuchten die goldgelben Blütenknäuel aus den Ästen. Dieses Bild ist unter einheimischen Gehölzen kaum zu übertreffen.
Bei Bauer Baumschulen aus Bottmingen erhalten Sie Schirmformen aus eigener Anzucht auf über zehn Hektar Anbaufläche in der Nordwestschweiz. Die Kornelkirsche braucht Jahre, um diese Form zu erreichen. Was Sie kaufen, ist das Ergebnis langer, sorgfältiger Baumschularbeit.
Für wen eignet sich die Kornelkirsche als Schirmform?
✔ Gärten mit Wunsch nach einem einheimischen, repräsentativen Solitärbaum
✔ Naturnahe Gärten mit Fokus auf frühe Bienentrachtpflanzen
✔ Grundstücke, auf denen essbare Früchte gewünscht sind
✔ Terrassen und Sitzplätze, die Schatten und Struktur brauchen
✔ Grosse Privatgärten, Parks und repräsentative Eingangsbereiche
✘ Sehr kleine Gärten ohne Platz für eine breit ausladende Schirmkrone
✘ Standorte mit dauerhafter Staunässe
Das Jahresprogramm der Kornelkirsche
Februar bis April: Noch bevor auch nur ein Blatt austreibt, erscheinen die goldgelben Blüten in dichten Dolden direkt an den Ästen. Die Blütezeit beginnt je nach Lage und Witterung bereits Ende Januar oder Anfang Februar. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kornelkirsche für Bienen und andere Insekten eine der ganz wenigen Nektarquellen im Jahr.
Frühling bis Sommer: Der Laubaustrieb folgt nach der Blüte. Die mittelgrünen, eiförmigen Blätter sind leicht gewellt und geben dem Baum ein dichtes, ruhiges Kronenbild. Die Früchte entwickeln sich langsam und bleiben monatelang unauffällig.
August bis September: Die Früchte reifen zu kirschgrossen, leuchtend roten Steinfrüchten. Sie sind essbar, säuerlich-aromatisch im Geschmack und reich an Vitamin C. Für Vögel und Kleinsäuger sind sie eine willkommene Nahrungsquelle.
Herbst: Das Laub verfärbt sich orangegelb bis weinrot, je nach Standort und Witterungsverlauf. Die Herbstfärbung ist nicht so gleichmässig wie beim Japanischen Ahorn, aber warm und harmonisch im Gesamtbild.
Winter: Die Schirmform bleibt auch ohne Laub dekorativ: Die Aststruktur mit den fein verzweigten Ästen und die charakteristische silbergraue Borke geben dem Baum eine ruhige Winterpräsenz.
Warum heisst die Kornelkirsche auf Schweizerdeutsch «Tierlibaum»?
Der Volksname «Tierlibaum» ist im Schweizer Sprachraum verbreitet und leitet sich von den kleinen, kirschähnlichen Früchten ab. «Tierli» ist eine Verkleinerungsform und bezieht sich auf das kirsch- oder beerenähnliche Aussehen der Früchte. In anderen deutschsprachigen Regionen findet man auch die Namen Herlitze, Dirlitze oder Cornelius-Kirsche.
Der botanische Name Cornus mas bedeutet übersetzt «männlicher Hartriegel». «Cornus» steht für Horn und verweist auf das aussergewöhnlich harte Holz. Im Mittelalter wurde Kornelholz für Speere, Werkzeuge und Räder verwendet, weil es dichter und zäher ist als fast alle anderen einheimischen Holzarten.
Sind die Früchte der Kornelkirsche essbar?
Ja. Die leuchtend roten Steinfrüchte sind vollständig essbar und seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel bekannt. Im vollreifen Zustand (September, wenn die Früchte weich und tief rubinrot sind) sind sie aromatisch und leicht säuerlich. Sie lassen sich frisch essen, zu Konfitüre, Saft, Likör oder Essig verarbeiten. In der österreichischen und osteuropäischen Küche sind Kornelkirschen traditionell verbreitet.
Wichtig: Unreife, noch harte Früchte sind herb und adstringierend. Erst wenn sie vollständig weich und dunkelrot bis violett sind, entfalten sie ihr volles Aroma. Ein leichtes Frost-Ereignis vor der Ernte verbessert den Geschmack zusätzlich.
Cornus mas Schirmform richtig pflanzen und pflegen
Standort: Sonnig bis halbschattig. An sonnigen Lagen ist die Blüte reicher und die Fruchtproduktion ergiebiger.
Boden: Durchlässig, humos, kalkhaltig und lehmig. Die Kornelkirsche ist ein Herzwurzler und toleriert eine breite Palette an Bodentypen, solange keine Staunässe entsteht.
Pflanzzeit: Ballenpflanzen werden am besten in der Vegetationsruhe gepflanzt, von November bis April. So hat das Wurzelsystem Zeit, sich vor dem Austreiben zu verankern.
Giessen: Regelmässig im ersten und zweiten Jahr. Danach ist Cornus mas gut trockenheitsverträglich und kommt mit normalen Niederschlägen zurecht.
Dünger: Einmal im Frühjahr mit organischem Langzeitdünger.
Winterschutz: Nicht nötig. Winterhart bis -26 °C.
Was ist bei der Schirmform zu beachten?
Die Schirmform wird in der Baumschule über Jahre geformt und entwickelt sich danach weitgehend selbstständig. Korrekturen an der Krone sind möglich, aber nicht nötig. Der Schnitt erfolgt am besten im Juli bis August, nach der Hauptwachstumsphase. Da die Äste der Kornelkirsche mit zunehmendem Alter sehr hart und zäh werden, sollten grössere Eingriffe zeitgerecht und mit geeignetem Werkzeug erfolgen. Schnittwunden an stärkeren Ästen mit Wundverschlussmittel versorgen.
Welche Cornus-mas-Varianten gibt es bei Bauer Baumschulen?
→ Cornus mas Solitär – frei aufgewachsener Strauch, mehrstämmig, naturnaher Wuchs
→ Cornus mas als Heckenpflanze – für naturnahe Sichtschutzhecken mit Blüte und Frucht
Aussergewöhnliche Unikatexemplare in Sondergrössen sind über die Bauer Collection anfragbar. Wer an weiteren einheimischen Blütengehölzen in Schirmform interessiert ist:
→ Amelanchier lamarckii Schirmform – Kupfer-Felsenbirne mit weisser Frühlingsblüte und Herbstfärbung
→ Prunus padus Schirmform – Traubenkirsche, einheimisch, mit weissen Blütentrauben im Mai
Warum eine Kornelkirsche von Bauer Baumschulen kaufen?
Die Bauer Baumschulen AG zieht ihre Pflanzen auf über zehn Hektar Produktionsfläche in Bottmingen und Möhlin selbst auf. Schirmformen wie die Kornelkirsche erfordern eine mehrjährige, aufwändige Anzucht. Bauer Baumschulen pflegt mit der Bauer Collection einen eigenen Bestand an aussergewöhnlichen Charakterpflanzen, darunter auch grössere Kornelkirschen in Schirmform und als Solitär.